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Veröffentlicht am 25. Mai 2026

Schritt-für-Schritt zu mehr KI-Sicherheit

Schritt-für-Schritt zu mehr KI-Sicherheit

Diese Anleitung ist für Eltern gedacht, die bei kostenlosen KI-Diensten den Schutz der Privatsphäre ihrer Kinder verbessern möchten. Bei mehreren großen Anbietern ist die Nutzung von Chats für Training oder Qualitätsverbesserung standardmäßig aktiviert oder zumindest möglich; deshalb ist ein Opt-out sinnvoll, besonders wenn Kinder persönliche, schulische oder gesundheitliche Informationen eingeben könnten.

Warum das wichtig ist

  • Kinder geben oft versehentlich persönliche Daten ein, etwa Namen, Schule, Wohnort, Fotos, Gesundheitsinfos oder Familienprobleme; solche Inhalte sollten nicht zusätzlich für Modelltraining oder Produktverbesserung verwendet werden.
  • Ein Trainings-Opt-out verhindert nicht jede Datenspeicherung, reduziert aber die Nutzung neuer Chats für KI-Training bei mehreren gängigen Diensten deutlich.
  • Zusätzlich zum Opt-out sollten Eltern Kindern beibringen, niemals Passwörter, Telefonnummern, Adressen, Ausweise, Zeugnisse oder intime Fotos in KI-Tools hochzuladen.

ChatGPT (OpenAI)

OpenAI erklärt, dass persönliche ChatGPT-Konten standardmäßig für Datenfreigabe zur Modellverbesserung aktiviert sein können, der Schalter aber in den Dateneinstellungen deaktiviert werden kann.

Am Computer

  1. ChatGPT öffnen und im Konto anmelden.
  2. Auf das Profilbild oder Kontomenü klicken.
  3. Settings bzw. Einstellungen öffnen.
  4. Data Controls bzw. Datenkontrolle auswählen.
  5. Den Schalter Improve the model for everyone ausschalten.
  6. Danach werden neue Unterhaltungen nicht mehr zum Trainieren der Modelle verwendet.

Am Smartphone

  1. Die ChatGPT-App öffnen.
  2. Das Seitenmenü oder Profil öffnen.
  3. Data Controls bzw. Datenkontrolle auswählen.
  4. Improve the model for everyone deaktivieren.

Zusätzlicher Schutz

  • Bereits vorhandene alte Chats sind durch das Ausschalten nicht automatisch entfernt; nur neue Gespräche fallen danach nicht mehr unter dieses Training.
  • Wer noch strenger vorgehen will, kann zusätzlich das OpenAI-Datenschutzportal für ein generelles Opt-out verwenden.

Gemini (Google)

Google erlaubt es, die Gemini Apps Activity auszuschalten; damit kann die Speicherung und Nutzung von Gemini-Chats für künftige Modellverbesserung eingeschränkt werden.

Am Computer

  1. gemini.google.com öffnen und anmelden.
  2. Im linken Menü auf Activity klicken.
  3. Auf Turn off klicken.
  4. Wenn angeboten, Turn off and delete activity wählen, damit auch vorhandene Aktivität gelöscht wird.
  5. Prüfen, ob Gemini Apps Activity jetzt als ausgeschaltet angezeigt wird.

Am Smartphone

  1. Die Gemini-App öffnen und anmelden.
  2. Auf das Profilbild tippen.
  3. Gemini App Activity bzw. Gemini Apps Activity auswählen.
  4. Turn off oder besser Turn off and delete activity wählen.

Zusätzlicher Schutz

  • Wer Gemini Live nutzt, sollte auch die Option zur Verbesserung von Google-Diensten mit Audio- oder Gemini-Live-Aufnahmen deaktivieren.
  • Frühere Inhalte müssen gegebenenfalls separat gelöscht werden, wenn nicht gleich Turn off and delete activity gewählt wurde.

Le Chat (Mistral)

Mistral dokumentiert ausdrücklich eine Opt-out-Möglichkeit für die Nutzung von Eingaben und Ausgaben zum Training.

In der App

  1. Le Chat öffnen.
  2. Settings bzw. Einstellungen öffnen.
  3. Unter Account den Bereich Data & Account Controls auswählen.
  4. Das Kästchen oder den Schalter Enable data sharing deaktivieren.
  5. Damit wird die Teilnahme am Trainingsprogramm beendet.

Im Web oder Konto-Bereich

  1. Zum Verwaltungs- oder Kontobereich von Le Chat gehen.
  2. Le Chat unter Manage auswählen, falls vorhanden.
  3. Im Bereich Privacy den Schalter Allow your interactions to be used to train our models ausschalten.

Wichtiger Hinweis

  • Die Oberfläche kann je nach Version leicht anders aussehen, aber die Begriffe Privacy, Data sharing oder train our models sind laut Mistral die relevanten Stellen.
  • Medienberichte verweisen zusätzlich darauf, dass Betroffene bei Bedarf auch per Help Center oder E-Mail der Datenverarbeitung widersprechen können.

Perplexity

Perplexity erklärt, dass für Free-, Pro- und Max-Nutzer die AI Data Retention standardmäßig aktiviert ist, Nutzer diese Datennutzung für KI-Training aber selbst ausschalten können.

Am Computer oder im mobilen Web

  1. Bei Perplexity anmelden.
  2. Zu Account gehen.
  3. Die Seite Preferences öffnen.
  4. Den Schalter AI data retention suchen.
  5. Den Schalter ausschalten, um aus der Datensammlung für KI-Training auszusteigen.

Zusätzlicher Schutz

  • Nach Perplexitys Beschreibung bedeutet ein ausgeschalteter Schalter, dass die Daten nicht mehr für KI-Training gesammelt werden.
  • Eltern sollten zusätzlich regelmäßig Verlauf, hochgeladene Dateien und gespeicherte Einstellungen prüfen.

Weitere gängige Gratis-Modelle

Nicht jeder populäre KI-Dienst bietet im normalen Endverbraucher-Konto einen klaren, leicht zugänglichen Trainings-Opt-out innerhalb der App an. Deshalb sollte immer klar gemacht werden: keine sensiblen Daten eingeben, vorhandene Chats regelmäßig löschen, App-Berechtigungen einschränken und das Tool nur unter Aufsicht nutzen.

Kurze Checkliste für Eltern

  • Trainings-Opt-out sofort nach der Registrierung prüfen.
  • Alte Aktivität und Chatverläufe löschen.
  • Mikrofon-, Kamera- und Dateizugriffe nur bei Bedarf erlauben.
  • Kindern sagen: keine echten Namen anderer Kinder, keine Adresse, keine Telefonnummer, keine Schule, keine Passwörter, keine Fotos von Ausweisen oder Zeugnissen eingeben.
  • Für Schulaufgaben möglichst neutrale, erfundene Beispieldaten verwenden.
Famalyzer

Famalyzer verbindet Familienlogistik und KI-Kompetenz, um Eltern im Alltag konkret zu entlasten und gleichzeitig sicherer im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu machen.

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Mag. Christina Pölzl-Huemer · Perchtoldsdorf, Niederösterreich